City Run by night, 10km in Alkmaar / NL – 13. - 15.05.15

Wie jedes Jahr stand wieder etwas Besonderes an: Der mehrtägige Ausflug des Lauftreffs. Diesmal fuhren wir zum „City Run by night“ in Alkmaar / NL. Wie der Name schon sagt, war es dieses Mal ein Nachtlauf (Start 21:30 Uhr).
Die Anmeldung zum Lauf verlief ganz anders als gewohnt. Nach Rücksprache mit dem Veranstalter, ob man auch eine Sammelanmeldung machen könnte, erfuhren wir: Sammelanmeldung geht nicht. Am besten meldet man sich über mehrere PCs an, da die Anmeldezeit nur kurz ist, man anhand einer Warteliste aufgenommen wird und dann jeweils nur zehn Minuten Zeit hat um die Daten einzugeben. Somit teilten wir die Teilnehmerliste auf und 5 Personen saßen an ihren PCs und warteten auf den Startschuss zur Anmeldung. Nach ständigem Kontakt miteinander 2,5 Stunden Stress und waren dann endlich alle 14 Läufer angemeldet.
Am 13. Mai traten wir mit 17 Teilnehmern die Reise an. Sieben davon (Johanna, Gisela, Ulli, Josef, Marc, Hubert und ich) fuhren mit dem Zug, die Anderen (Peter/Claudia, Walter/Branka, Karl-Heinz/Birgit, Brigitte/Niklas/Iris/Eva-Maria) fuhren jeweils mit ihren Autos.
Gegen 14:00 Uhr trafen wir fast zeitgleich (außer Brigitte und ihre Mitfahrer) in Alkmaar am Hotel ein, so dass wir noch genügend Zeit hatten uns im Städtchen etwas umzusehen. Denn ab 18:00 Uhr konnten wir erst die fehlenden Startnummern abholen. Manche hatten ihre Startnummern nach Hause geschickt bekommen, manche auch nicht. Sehr komisch, aber alles verlief im Endeffekt reibungslos. Das war die Hauptsache.
Alkmaar ist ein schönes Städtchen, das man als „Klein-Amsterdam“ bezeichnen könnte. Schmale Gassen, Grachten und Brücken, Giebelhäuser, viele Restaurants und Cafés und schöne Einkaufsstraßen mit kleinen Boutiquen.
Gewöhnungsbedürftig war jedoch die Dominanz der Radfahrer, die das Straßenbild beherrschten. Durch ihre Lautlosigkeit forderten sie uns besondere, ungeübte Aufmerksamkeit ab.
Es versprach ein toller Lauf zu werden, da auch das Wetter optimal war. Die Anzahl der Nichtläufer hatte sich leider ungeplant um drei erhöht: Ulli quälte der Ischias, Peter musste seinen Muskelfaserriss schonen und Eva-Maria war durch ihren grippalen Infekt derart lediert, dass bis zur letzten Minute sogar ihre Mitreise fraglich war.
Um 20:45 Uhr ging es mit allen gemeinsam den kurzen Weg vom Hotel zum Startbereich. Die Nichtläufer begleiteten uns als Fans und passten auf unsere Sachen auf. Die Aufstellung erfolgte in 5 Blocks, wobei uns der letzte zugeteilt war.
Der Startschuss fiel zwar um 21:30 Uhr, aber die Startlinie querten wir deshalb erst nach 15 Minuten – und weil diese wegen ihrer schmalen „Gassenbreite“ wie ein Trichter wirkte. Zum Glück hatte jede Startnummer einen Zeitchip integriert, damit auch die echte Nettozeit erfasst wurde.
Es war eine flache, Zick-zack-förmige Strecke. Durch enge Gassen, über Brücken, vorbei an Restaurants und Cafés schlängelte sich der „Wurm“ durch Alkmaar. Die Stimmung war einfach großartig – und wurde maßgeblich unterstützt durch die Atmosphäre der Nacht. Ein Highlight an der Strecke war ein „Astronaut“, der mit Hilfe von hohem Wasserdruck, leuchtend über einem Kanal meterhoch frei schwebte. Eine andere für uns bisher einzigartige Besonderheit waren die persönlichen Anfeuerungsrufe mit unseren Vornamen – denn diese waren gut leserlich auf den Startnummern aufgedruckt.
Angetrieben durch die vielen Zuschauer und Musikgruppen liefen viele von uns ihre Bestzeit. Nachdem alle im Ziel waren ließen die meisten in der Kneipe „ „ den Tag ausklingen. Gegen 1:00 Uhr waren dann alle im Bett.
Am nächsten Morgen um 9:00 Uhr trafen wir uns zum Frühstück und besprachen was wir unternehmen sollten. Bis auf Gisela waren alle der Meinung: Strand. (Gisela bevorzugte die „Rembrandt-Ausstellung“ in Amsterdam.) Gesagt, getan, wir fuhren also mit dem Bus nach Egmond aan Zee.
Hier ließen wir dann alle unsere Seelen baumeln. Entweder mit Spazierengehen, Drachen steigen lassen, Ball spielen oder einfach nur im Sand sitzen.
Hunger musste keiner leiden, denn es gab ein üppiges Picknick. Wie gewohnt mit selbst mitgebrachtem Essen und Trinken. Legendär sind hier mittlerweile die Frikadellen und Nussecken von Johanna. Es war ein schöner, erholsamer Nachmittag.
Am letzten Tag stand zunächst der „Käsemarkt von Alkmaar“ auf dem Programm. Das Ritual des Käsetragens und die Menge an Käselaiben waren beeindruckend, jedoch waren die Massen von Zuschauern eher erdrückend.
Nach einem „Abschiedskaffee“ trennten wir uns. Die Autofahrer machten sich wieder auf den Heimweg und die Zugfahrer legten Zwischenstation in Amsterdam ein. Dort nutzten sie die verbleibende Zeit bis zur Abreise gegen 18:30 Uhr u.a. für eine Grachtenfahrt. Gegen 22:00 Uhr erreichten wir gut gelaunt, aber etwas erschöpft, unsere Heimatstadt Aachen.
Unser Fazit lautet: Es hat wieder viel Spaß gemacht und wir werden uns bestimmt gerne daran zurück erinnern.

Hubert + E L F I