Reisebericht vom Wanderurlaub auf La Gomera, 31.01. - 07.02.2016


Unser erster Lauftreff - Wanderurlaub

Am Karnevalssonntag landeten Jürgen, Peter, Birgit und Karl-Heinz, Angelika und Ralf, Marc, Nicole und Iris in dem kalten Köln – teilweise etwas angeschlagen, aber mit vielen neuen Eindrücken und leicht gebräunter Haut. Hilde und Manfred genossen die kanarische Sonne noch weitere Tage – ohne die Wandermeute.

Wie alles begann:
Es wird viel gequatscht, bei den regelmäßigen Läufen durch den Aachener Wald. Mal über leckeres Essen, über Laufschuhe bzw. Uhren, über die Spezies Mann bzw. Frau oder über Urlaube.

So berichtete Manfred mit großer Begeisterung im Frühjahr 2015 über seine unzähligen Wandererlebnisse seit rund 30 Jahren auf La Gomera.

Mit der Zeit reifte die Erkenntnis bei begeisterten Wanderern aus den Laufgruppen: Das ist wohl eine tolle Sache und "man" müsste es auch tun. Ein Abstecher in den sonnigen Süden und die Flucht aus dem grauen, regnerischen und kalten Alltag.

Die Neugier führte dann zu einem ersten Expeditions -Treffen mit zwölf Interessenten. Die Informationen die wir erhielten steigerte unsere Begierde, Gomera in den Wanderstiefeln – und nicht in den Laufschuhen - kennen zulernen. Wir beschlossen: Wir reisen! Es folgten weitere Treffen zur Klärung spannender Fragen: Wer wohnt mit wem im Appartement, was gibt es zu entdecken, wie reisen wir an und gibt es wirklich „Nacktschnecken“ auf Gomera. Manfred stand geduldig Rede und Antwort.

Auch hatten wir besprochen, wir machen viel gemeinsam, aber wir hängen nicht wie die Kletten aneinander, jeder kann sich – wann auch immer - seinen eigenen Freiraum nehmen.

Elf Teilnehmer freuten sich auf eine Auszeit vom Winter und auf muskuläre Herausforderungen in den Wanderschuhen und an den Wanderstöcken.

Die Flugtickets wurden gekauft, der Transfer mit Bus und Fähre von Manfred organisiert. Die Beschaffung der Bahntickets lag in den Händen von Nicole.

Dann war es endlich soweit, den kalten 50. Breitengrad in Köln zu verlassen, in Richtung Äquator zum Breitengrad 28. Am Sonntag begann die Anreise am zeitigen Morgen und vergnügt trafen wir uns am Kölner Flughafen. Etwas aufgeregt wurde erörtert, stimmt das Gewicht und passen die Gepäckabmessungen, was ist wenn es nicht passt.....
Zwei Bordkarten konnten nicht gelesen werden, was zu einem Rückstau mit Zeitverzögerung führte. Letztlich kamen wir alle am Gate an. Der knapp 5 stündige Flug nach Teneriffa war zwar lang aber trotzdem irgendwie kurzweilig.

Die Temperaturen (21° C) bei der Ankunft auf dem Flugfeld waren recht ungewohnt aber angenehm. Im Terminal wurde anfangs noch gewitzelt, was ist wenn der Koffer nicht da ist........ Einer nach dem anderen nahm seinen Koffer von dem Gepäckband – nur der rote Koffer von Birgit und Karl-Heinz wollte nicht auftauchen. Die erste große Aufregung schon bei der Ankunft – oh je, was soll da noch kommen! Die Urlaubsstimmung war getrübt. Aber die Gruppe unterstützte auch hier die beiden Suchenden und so wurde die Vermisstenanzeige aufgegeben. Dann ging es über den Bustransfer zur Fähre in den Hafen von Teneriffa.

Die See war ruhig, ein Segen. Nach einer guten Stunde über den Atlantik, erwartete uns am Hafen der nächste gecharterte Bustransfer. Bei einsetzender Dunkelheit traten wir die Fahrt an und windeten uns über die gomerischen Serpentinen quer über die Insel nach Valle Gran Rey. Wir freuten uns dann endlich um Mitternacht auf die Quartiere die uns fast allen zügig zugewiesen wurden. Dann noch: Essen, trinken und gute Nacht!

Der Schlaf war tief. Sollen wir zu zweit frühstücken oder lieber in der Gemeinschaft? Gemeinschaft ist besser. Schnell wurden Stühle, Geschirr, Kaffee, Brötchen etc. von Balkon zu Balkon gereicht. Es war ein tolles Frühstück. Diese Idee haben wir beibehalten und trafen uns immer in einem anderen Appartement. Jeder Tag begann mit einem guten Frühstück und Sonnenschein!

Am Montag starteten wir um 10:00 Uhr mit einer "leichten" Eingewöhnungs-wanderung auf den gomerischen Hausberg von Valle Gran Rey. Verpflegung war mitzunehmen, da erst eine Einkehrmöglichkeit am Ende der Wanderung bestand. Jaaaaaaaa, es war schon eine Herausforderung mit grandiosen Ausblicken, Rastplätzen und Höhenmetern (insbesondere ein einsamer Baum mit Discokugeln dekoriert hat es uns angetan und kam bei vielen Folgewanderungen immer wieder in Sicht). Am Abend spürten wir Muskeln die sich sonst beim Laufen nicht "melden". Aber der Schmerz war schnell vergessen beim Treffen an der Playa zum Sonnenuntergang, begleitet von den "berühmten" Trommlern am Strand und Althippies in verschiedenster Ausführung. Ein Hauch von Marihuana lag in der Abendluft. Die Sonne war weg, der Hunger war da. Ab in ein landestypischen Lokal mit Blick auf das Meer. Das erste warme Essen nach dem Verlassen Deutschlands. Der Absacker vom Lokal war eine Eigenkomposition, etwas Pflaume, etwas Zimt, viel Zucker. Bei diesem und allen weiteren gemütlichen, gemeinsamen Abendessen wurde die Gesamtrechung immer durch die Anzahl der Köpfe durch den Kalkulator Marc berechnet. Die Scheine flogen auf den Tisch und so fanden wir eine unkomplizierte und sehr angenehme Methode zum Begleichen der Völlerei. Anschließend zogen wir los um noch ein wenig Livemusik und gute Getränke in den Bars von La Playa zu genießen. Aber alt wurden wir alle an diesem Abend nicht – die Anstrengung der Anreise und der ersten Wanderung waren noch in allen Körperteilen spürbar.

Die Insel bietet viele geologische Formen und unterschiedlichste Flora. Jede Wanderung die Manfred für uns geplant hatte, war sehr schön, abwechselungsreich und auch immer anstrengend unter der kanarischen Sonne. Manfred machte das so überzeugend, dass er auch von Touristen aus aller Herren Länder um Informationen zu Wanderwegen angefragt wurde. Manche Route konnten wir direkt gehen, andere wurden per Bus erreicht. Auch ein Rücktransfer per Anhalter war kein Problem. Viele Eindrücke haben wir in vielen Fotos festgehalten. Diese werden wir bei einem leckeren Abendessen in Manfreds Aachener "Finca" in den nächsten Wochen gemeinsam anschauen und in den Erinnerungen schwelgen. Vielleicht sogar mit den ersten Gedanken über eine weitere Expedition mit dem Lauftreff.

Getreu unserer Vereinbarung hatte jeder Gelegenheit seinen Bedürfnissen nachzugehen. So wurde zum Beispiel Wanderung gegen Seefahrt mit Beobachtung von Walen und Delphinen getauscht oder auch Strandpflege betrieben.

Einziger Wehrmutstropfen war der gomerische Virus, der hin und wieder zuschlug und von Magenkrämpfen über Fieber und Schüttelfrost die Expeditionsteilnehmer mal mehr und mal weniger kurzfristig außer Gefecht setzte.

Der berühmte rote Koffer kam und kam leider nicht und blieb weiterhin verschollen. Fehlende, dringend benötigte Sachen konnte man zu Glück auch auf der Insel erwerben. Kurz vor der Abreise tauchte aber auch der Koffer auf La Gomera auf. Ein Anruf, schupps war der Koffer wieder da und man musste ihn mit nach Deutschland schleppen......

Der letzte Abend in unserem "Stammlokal" endete nicht mit dem Likör sondern der Wirt ließ den Sektkorken knallen. Ein himmlisches Getränk aus heimischem Anbau.

Ein letzter Absacker und Blicke auf das nächtliche Meer.............

Das letzte Frühstück am Samstag führte wieder einen Teil der Gemeinschaft zusammen. Langsam wurden die Koffer gepackt, defekte Wanderschuhe in den Abfallcontainer geworfen usw. usw. Die Unterkunft von Hilde diente am Abreisetag als Krankenstation für die Befallenen des gomerischen Virus und als Koffer-Depot. Alle gesunden bzw. wieder genesenden der Gruppe hatten noch die Möglichkeit ein letztes Mal den Strand und die Uferpromenade zu genießen. Am Nachmittag dann "tränenreicher" Abschied von Manfred beim Bus. Er durfte noch einige Tage dort bleiben und sich von seiner Reisegruppenleitung erholen.

Unsere abenteuerliche Heimreise begann am Samstag, gegen 15.30 Uhr und sollte bis zum Sonntag Nachmittag andauern. Der erste Teil der Rückreise war der Bustransfer über die Insel bei Tageslicht. Diesmal konnten wir die Serpentinen und den Blick auf viele erwanderte Insel-Highlights genießen. Die Fähre, als Teil 2 der Rückreise, hatte unglaublich bequeme Sitze, welche wir uns alle gerne im Flieger gewünscht hätten. Nach dem einstündigen Transfer auf See, wurde der touristische Kontrast zwischen den beiden Kanaren-Inseln sehr deutlich. Mit einem Fuß noch fast auf der Fähre, wurden wir in Teneriffa von penetranten Straßenhändlern, Restaurant- und Disko-Lockvögeln überfallen. So was gibt es auf der idyllischen kleinen Insel einfach nicht. Je nach Ausrichtung der Geschmacksknospen verteilten wir uns in den unterschiedlichsten Esslokalen um unserer "Henkersmahlzeit" vor dem schwierigen, langwierigen dritten Teil der Rückreise zu verspeisen. Alle – bis auf Peter - fuhren um 21:00Uhr zum Flughafen. Er kam nach einem weiteren Abstecher zu einem Bierchen und einer Tasse Kaffee mit dem Taxi nach.

Der Flughafen war gespenstisch leer, nur eine Cafebar blieb über Nacht geöffnet. Also suchten wir uns ein Plätzchen zum schlafen auf den harten Bänken. Richtig Schlaf zu finden, war nicht leicht, da der Härtegrad des Bettenlagers und die teilweise doch frischen Nachttemperaturen dem entgegen wirkten.

Gegen 04:00 Uhr war die Nacht vorbei. So richtig frisch waren wir alle nicht. Diesmal kamen alle ohne Probleme zum Gate. Pünktlich flogen wir um kurz nach 6 Uhr Richtung Köln ab. Manche nahmen im Flugzeug noch eine Mütze Schlaf zu sich, andere haben gelesen oder schauten aus dem Fenster und sahen die Biskaya, Paris mit allen Sehenswürdigkeiten und das Braunkohlenabbaurevier zwischen Aachen und Köln.

Wie wunderbar: In Köln war das gesamte Gepäck angekommen, auch der rote Koffer. Vier wurden mit dem PKW abgeholt und der Rest eilte zum Bahnhof. Der Zug stand bereit, aber der Fahrscheinautomat war belagert. Da Nicole in diesen Dingen sehr bewandert ist, klappte alles blitzschnell, kaum saßen wir im Zug und schon fuhr er ab. Noch einmal umsteigen am närrischen Kölner Hauptbahnhof auf dem gleichen Bahnsteig und Aachen kam unaufhaltsam näher.

An den Temperaturunterschied konnten wir uns nur schlecht gewöhnen und die Strapazen der Rückreise trieben uns alle aber auch früh am Sonntagabend in die heimischen, warmen Betten.

Einen herzlichen Dank an den Gomera-Ranger und Organisator Manfred! Wir würden glatt wieder mit dir verreisen!

 

Das Redaktionsteam

Angelika - Jürgen

Wie jedes Jahr stand wieder etwas Besonderes an: Der mehrtägige Ausflug des Lauftreffs. Diesmal fuhren wir zum „City Run by night“ in Alkmaar / NL. Wie der Name schon sagt, war es dieses Mal ein Nachtlauf (Start 21:30 Uhr).
Die Anmeldung zum Lauf verlief ganz anders als gewohnt. Nach Rücksprache mit dem Veranstalter, ob man auch eine Sammelanmeldung machen könnte, erfuhren wir: Sammelanmeldung geht nicht. Am besten meldet man sich über mehrere PCs an, da die Anmeldezeit nur kurz ist, man anhand einer Warteliste aufgenommen wird und dann jeweils nur zehn Minuten Zeit hat um die Daten einzugeben. Somit teilten wir die Teilnehmerliste auf und 5 Personen saßen an ihren PCs und warteten auf den Startschuss zur Anmeldung. Nach ständigem Kontakt miteinander 2,5 Stunden Stress und waren dann endlich alle 14 Läufer angemeldet.
Am 13. Mai traten wir mit 17 Teilnehmern die Reise an. Sieben davon (Johanna, Gisela, Ulli, Josef, Marc, Hubert und ich) fuhren mit dem Zug, die Anderen (Peter/Claudia, Walter/Branka, Karl-Heinz/Birgit, Brigitte/Niklas/Iris/Eva-Maria) fuhren jeweils mit ihren Autos.
Gegen 14:00 Uhr trafen wir fast zeitgleich (außer Brigitte und ihre Mitfahrer) in Alkmaar am Hotel ein, so dass wir noch genügend Zeit hatten uns im Städtchen etwas umzusehen. Denn ab 18:00 Uhr konnten wir erst die fehlenden Startnummern abholen. Manche hatten ihre Startnummern nach Hause geschickt bekommen, manche auch nicht. Sehr komisch, aber alles verlief im Endeffekt reibungslos. Das war die Hauptsache.
Alkmaar ist ein schönes Städtchen, das man als „Klein-Amsterdam“ bezeichnen könnte. Schmale Gassen, Grachten und Brücken, Giebelhäuser, viele Restaurants und Cafés und schöne Einkaufsstraßen mit kleinen Boutiquen.
Gewöhnungsbedürftig war jedoch die Dominanz der Radfahrer, die das Straßenbild beherrschten. Durch ihre Lautlosigkeit forderten sie uns besondere, ungeübte Aufmerksamkeit ab.
Es versprach ein toller Lauf zu werden, da auch das Wetter optimal war. Die Anzahl der Nichtläufer hatte sich leider ungeplant um drei erhöht: Ulli quälte der Ischias, Peter musste seinen Muskelfaserriss schonen und Eva-Maria war durch ihren grippalen Infekt derart lediert, dass bis zur letzten Minute sogar ihre Mitreise fraglich war.
Um 20:45 Uhr ging es mit allen gemeinsam den kurzen Weg vom Hotel zum Startbereich. Die Nichtläufer begleiteten uns als Fans und passten auf unsere Sachen auf. Die Aufstellung erfolgte in 5 Blocks, wobei uns der letzte zugeteilt war.
Der Startschuss fiel zwar um 21:30 Uhr, aber die Startlinie querten wir deshalb erst nach 15 Minuten – und weil diese wegen ihrer schmalen „Gassenbreite“ wie ein Trichter wirkte. Zum Glück hatte jede Startnummer einen Zeitchip integriert, damit auch die echte Nettozeit erfasst wurde.
Es war eine flache, Zick-zack-förmige Strecke. Durch enge Gassen, über Brücken, vorbei an Restaurants und Cafés schlängelte sich der „Wurm“ durch Alkmaar. Die Stimmung war einfach großartig – und wurde maßgeblich unterstützt durch die Atmosphäre der Nacht. Ein Highlight an der Strecke war ein „Astronaut“, der mit Hilfe von hohem Wasserdruck, leuchtend über einem Kanal meterhoch frei schwebte. Eine andere für uns bisher einzigartige Besonderheit waren die persönlichen Anfeuerungsrufe mit unseren Vornamen – denn diese waren gut leserlich auf den Startnummern aufgedruckt.
Angetrieben durch die vielen Zuschauer und Musikgruppen liefen viele von uns ihre Bestzeit. Nachdem alle im Ziel waren ließen die meisten in der Kneipe „ „ den Tag ausklingen. Gegen 1:00 Uhr waren dann alle im Bett.
Am nächsten Morgen um 9:00 Uhr trafen wir uns zum Frühstück und besprachen was wir unternehmen sollten. Bis auf Gisela waren alle der Meinung: Strand. (Gisela bevorzugte die „Rembrandt-Ausstellung“ in Amsterdam.) Gesagt, getan, wir fuhren also mit dem Bus nach Egmond aan Zee.
Hier ließen wir dann alle unsere Seelen baumeln. Entweder mit Spazierengehen, Drachen steigen lassen, Ball spielen oder einfach nur im Sand sitzen.
Hunger musste keiner leiden, denn es gab ein üppiges Picknick. Wie gewohnt mit selbst mitgebrachtem Essen und Trinken. Legendär sind hier mittlerweile die Frikadellen und Nussecken von Johanna. Es war ein schöner, erholsamer Nachmittag.
Am letzten Tag stand zunächst der „Käsemarkt von Alkmaar“ auf dem Programm. Das Ritual des Käsetragens und die Menge an Käselaiben waren beeindruckend, jedoch waren die Massen von Zuschauern eher erdrückend.
Nach einem „Abschiedskaffee“ trennten wir uns. Die Autofahrer machten sich wieder auf den Heimweg und die Zugfahrer legten Zwischenstation in Amsterdam ein. Dort nutzten sie die verbleibende Zeit bis zur Abreise gegen 18:30 Uhr u.a. für eine Grachtenfahrt. Gegen 22:00 Uhr erreichten wir gut gelaunt, aber etwas erschöpft, unsere Heimatstadt Aachen.
Unser Fazit lautet: Es hat wieder viel Spaß gemacht und wir werden uns bestimmt gerne daran zurück erinnern.

Hubert + E L F I

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Trierer Stadtlauf – 28. / 29.06.14

 

Es stand wieder etwas Besonderes an: Der Wochenendausflug des Lauftreffs. Diesmal fuhren wir zum 10km Stadtlauf nach Trier.
Um 7:50 Uhr machten sich 11 LäuferInnen – Johanna, Ulli, Branka, Elli, Elfi, Norbert, Peter, Josef, Walter, Detlev, Hubert – voller Freude mit dem Zug auf den Weg in Richtung Trier. In Köln mussten wir zwar umsteigen, konnten aber anschließend bis Trier durchfahren. Natürlich war für Speis´ und Trank gesorgt, so dass die 3,5 stündige Fahrt locker überstanden wurde.
In Trier angekommen gingen wir erst zum Hotel und bezogen unsere Zimmer. Anschließend trafen wir uns zum Stadtbummel und besichtigten die verschiedensten Sehenswürdigkeiten, derer es in Trier ja genügend gibt (Basilika, Liebfrauenkirche, Dom, Porta Nigra, etc., etc.).
Leider war das Wetter nicht so gut, so dass die Regenschirme nicht fehlen durften. Schade, denn zur gleichen Zeit fand auch das Trierer Altstadtfest statt. Überall waren Getränke- und Essstände, sowie Bühnen für musikalische Beiträge aufgestellt. Auf Grund der Nässe wurden sie aber nicht so sehr genutzt.
Bevor wir uns auf die Suche nach unserem Restaurant machten – der Stadtbummel hatte uns hungrig gemacht –, mussten wir noch die Startnummern abholen.
Alles verlief reibungslos, jeder erhielt seinen Beutel mit Startnummer und Chip und es konnte endlich zum Essen gehen.
Wir hatten uns ein Restaurant ausgesucht, wo auch die Fußballweltmeisterschaft übertragen wurde. Um 18:00 Uhr fand das Spiel „Brasilien – Chile“ statt.
Bis zum Spiel hatten alle gegessen und es konnte eifrig mit gefiebert werden. Das Restaurant war brechend voll und die Stimmung gut. Die meisten jubelten wohl für Chile als Außenseiter, außer Branka und ich.
Unser Daumendrücken hatte sich gelohnt, denn Brasilien hat 3 : 2 nach Elf-Meter-Schießen gewonnen.
Der Regen war noch stärker geworden, so dass wir uns einig waren den vorgesehenen Ausflug zu den Weinlokalen an der Mosel wohl zu verschieben und lieber ins Hotel zu gehen. Es prasselte auf dem Heimweg jedoch so stark, dass wir uns unterstellen mussten. Nicht so Branka und Walter, die wollten sofort zum Hotel. Sie trennten sich von den Anderen und machten sich alleine auf den Weg. Dumm gelaufen (im wahrsten Sinne), denn sie hatten sich verlaufen. Ein freundlicher Trierer hatte ihre Not bemerkt und sie mit dem Auto zum Hotel gefahren. Sehr nett von ihm.
Am nächsten Morgen war das Erste der Blick aus dem Fenster – wie ist das Wetter? Wir hatten Glück, es war trocken und eine angenehme Temperatur. So marschierten wir (9 LäuferInnen) um 8:15 Uhr zum Volkslauf. Josef und Branka konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht mitlaufen, jedoch begleitete Josef uns, um auf unsere Sachen aufzupassen.
Der Startschuss fiel um 9:00 Uhr an der Porta Nigra.
Es war eine flache Laufstrecke und führte teils in die Außenbezirke von Trier, aber auch entlang der Mosel und durch die Innenstadt vorbei an historischen Bauten. Der Zieleinlauf war wieder im Angesicht der Porta Nigra.
Alle unsere Läufer kamen gut ins Ziel und waren mit ihren Zeiten zufrieden. Ulli hatte sogar in ihrer Altersklasse den 1. Platz belegt.
Wie sollte es auch sein, der Regen hatte wieder begonnen, doch jetzt war es uns egal. Bei einem leckeren Becher Erdinger Alkoholfrei wurden kurz die ersten Eindrücke ausgetauscht und es ging zurück Richtung Hotel zum Duschen. Um 12:00 Uhr trafen wir uns zum Check out in der Hotelhalle. Die Laune war gut und mittlerweile hatte sogar das Wetter ein Einsehen und schickte uns ein paar Sonnenstrahlen.
Unsere Beine waren durch den vorangegangenen Volkslauf müde und deshalb erlaubten wir uns mit dem Bus zum Hauptbahnhof zu fahren. Wir deponierten dort unser Gepäck in den Schließfächern und gingen wieder in die Innenstadt. Hier war das Altstadtfest jetzt in vollem Gange.
Da wir morgens nicht gefrühstückt hatten, war als erstes „Kalorien auffüllen“ angesagt, was wir dann in dem Restaurant „Kartoffelkiste“ taten. Ein anschließendes Eis oder ein Stück Kuchen durfte natürlich auch nicht fehlen.
Die verbleibende Zeit bis zur Abreise bummelten wir noch etwas herum und begaben uns dann wieder zum Hauptbahnhof in Trier. Gegen 20:00 Uhr erreichten wir wohlerhalten aber etwas erschöpft unser Heimatstädtchen Aachen.
Mein Fazit lautet: Es hat wieder allen viel Spaß gemacht, trotz des schlechten Wetters. Wir werden uns bestimmt gerne daran zurück erinnern und nächstes Jahr wieder ähnliches unternehmen. Die ersten Vorschläge dafür wurden schon gemacht – Staffel Wien, Staffel Hamburg????

 

E L F I

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„Mit einem Taxi nach Paris,

weil ich Paris nun mal so mag…“

 

Na ja, das wär ein bisschen eng geworden, deshalb sind wir - anders als der Songtext (s.o.) es nahelegt -  auf einen Kleinbus ausgewichen, in dem alle 20 Alemannen einen eigenen Sitzplatz fanden. Dann ging’s am 05.10. in aller Herrgottsfrühe los getreu unserem Motto:

Da sind wir dabei, das ist pri(hi)ma,

prima, Alemannia,

wir lieben das Leben,

die Liebe und den Lauf,

wir glauben an so dies und das

und sind dabei gut drauf

Gut drauf waren wir bei der Ankunft in unserem Hotel „Le Manhattan“ tatsächlich. Kenner der Szene wissen natürlich, dass das leibliche Wohl bei uns nicht zu kurz kommt. Es wurden Croissants, Käse, Obst, Rohkost und Sekt angeboten. Für jeden war etwas dabei.

Schnell konnten wir feststellen, dass der „10km-Paris-Centre-Lauf“ der bestorganisierte 10km-Lauf ist, den wir kennen. Reibungslos bekamen wir Stofftaschen ausgehändigt, u.a. bestückt mit Lauf-Shirts mit individuell aufgedruckter Startnummer, was uns das Gefummel mit den allseits beliebten Sicherheitsnadeln ersparte. Dann ging’s zum Fotografen. Paarweise und als Gruppe durften wir „normal“ (wann sind wir das schon?) und „crazy“ posieren und das Ergebnis direkt mitnehmen.

  Da wir nicht nur sportlich ambitioniert, sondern auch kulturell interessiert sind, schlossen die meisten sich der fachkundigen Führung von Hubert zum Eiffelturm an. Zunächst gab es an der Seine selbstgebackenen Käsekuchen (Philosophen sprechen da gerne von der Einheit von Körper und Geist) und dann vertikale Gärten, ein besonders schönes Jugendstilhaus und eine Fotoausstellung im Freien mit beeindruckenden Bildern von Menschen verschiedener Kulturen zu bewundern. Der Eiffelturm, der zunächst wirkte wie ein Playmobil-Figürchen, rückte immer näher und wurde dabei immer imposanter. Birgit und Marcel verzichteten spontan aufs Abendessen, um sich in die lange Schlange derer einzureihen, die den Ehrgeiz hatten, den Eiffelturm zu Fuß zu ersteigen. Wir anderen machten uns auf den Weg nach Montmartre und gesellten uns nach dem Essen zu dem munteren Treiben rund um Sacre Coeur. Erschöpft und guter Dinge steuerten wir mit Hilfe der Metro unser Hotel an, um endlich in die Horizontale zu kommen. A propos Metro: Das beliebteste Hobby der Pariser Bevölkerung ist ganz offensichtlich Metro-fahren. Egal wann und wo wir einstiegen: Die Sitzplätze waren immer schon belegt. Aber eins muss man diesem Verkehrsmittel lassen, wir haben nie lange warten müssen.

So, nun wurde es langsam ernst: 6 Uhr Wecker, 6.30 Uhr Frühstück, dann 8.20 Uhr ab zum Start. Leider hatten wir die Rechnung ohne die vielen Hotelgäste gemacht, auf die ihre Reisebusse warteten und die deshalb genauso früh wie wir zum Buffet drängten. Uneinigkeit über die einzuhaltende Reihenfolge führten zu der ein oder anderen atmosphärischen Störung. Pünktlich um 10.00 Uhr gingen die vielen tausend Läufer auf die Strecke – wir mitten drin, statt nur dabei. Bei einigen dauerte es 5 Minuten bis sie die Startlinie überqueren konnten, so groß war das Gedränge. Aber dank Chip können wir alle im Internet unsere tatsächliche Laufzeit ermitteln. Unsere altersgemischte Gruppe (von unter 20 bis Ende 60) hat sich bravourös geschlagen. Mit einer Zeit von 49:21 war Norbert H. – unser Stolberger Jung – der schnellste Mann und auch Birgit mit einer Zeit von 58:30 die schnellste Frau. Nicht alle legten Wert auf eine profimäßige Laufkleidung, u.a. wurde eine Frau in Brautschleier von einem (hoffentlich) dazugehörigen Mann mit Fliege begleitet. Am Ziel warteten Getränke und kulinarische Köstlichkeiten auf uns, sodass wir uns gestärkt der weiteren Erkundung von Paris zuwenden konnten.

Vorher zelebrierten wir selbstverständlich erst einmal eine logistisch ausgeklügelte Duschorgie. 14 Läufern beiderlei Geschlechts standen erst 2, später 3 Duschen zur Verfügung. War das ein Gedränge! Aber - wie der Öcher so schön sagt - „ da freckt es noch eher“ als dass wir für die Pariser zu einer Geruchsbelästigung geworden wären.

Bei strahlendem Sonnenschein war der Jardin du plants unser Ziel. Um die Blütenpracht bewundern zu können, war aber der vorherige Verzehr mitgebrachter „Finger-food“ unbedingte Voraussetzung, schließlich halten Obst, Trockenfrüchte und Kuchen nicht ewig vor. Hier muss wieder einmal Johanna hervorgehoben werden, die mit selbstgemachten Frikadellen in drei Schärfegraden und ihren unwiderstehlichen Nussecken (die eigenwilligerweise immer rechteckig und nicht dreieckig ausfallen) nicht unwesentlich dazu beigetragen hat, dass alle satt wurden.

 

 

 

Um keine Routine aufkommen zu lassen, wollen wir im nächsten Jahr in einer anderen attraktiven Stadt an einem Lauf teilnehmen. Im Gespräch sind Brüssel und Trier. Für sachdienliche Hinweise zu diesem Thema sind wir jederzeit dankbar.

So, das war’s. Nach dem Lauf ist vor dem Lauf!!!!

 

EURE ELLI

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Volkslauf 10km Paris Centre

oder

ein eindrucksvolles Wochenende in Paris - 06. / 07.10.2012

 

Volksläufe haben wir ja schon öfter gemacht, aber diesmal war es etwas ganz besonderes. Mit 19 Läufern nahmen wir in Paris am Lauf „10km Paris Centre" teil, Leyla, Silke und Dirk trafen wir allerdings erst in Paris. Angelika, Hanne und Detlef liefen nicht mit, sondern fuhren als „normale" Paris-Touristen mit. Sie empfingen uns im Ziel und Detlef war darüber hinaus unser fleißigster Fotograf.

Samstagmorgen um 6:00 Uhr trafen wir uns am Parkplatz Hangeweiher und es ging mit dem Bus Richtung Paris. Wie es bei uns so üblich ist, durfte das Essen und trinken natürlich nicht zu kurz kommen. Nach der ersten Pause wurde unser „Catering Team" aktiv. Jürgen brachte Croissants, Käse und Trauben mit und Branka sorgte für Sekt. So wurde die 6-stündige Fahrt locker überwunden.

In Paris angekommen fuhren wir zum Hotel, deponierten dort nur unsere Taschen und machten uns mit der Metro direkt auf den Weg zur Startnummernausgabe. Leider sah das Wetter nicht so vielversprechend aus, so dass wir uns mit Regenschirmen bewaffnen mussten.

Bei der Startnummernausgabe begann dann der Stress - welche Startnummer ist die aktuelle und welche Person gehört dazu (das war nicht so einfach, da die Startnummer mehrfach vom Veranstalter geändert wurde). Aber alles wurde gut und Hubert „unser Reiseleiter" konnte wieder entspannt durchatmen.

Eine schöne Sache war eine blaue Säule, auf der alle Teilnehmer namentlich aufgeführt waren.

Habt ihr Hubert und mich auf der Säule gefunden?

Jetzt konnte die Stadtbesichtigung beginnen. Wir teilten uns in drei Gruppen. Eine ging zum Bois de Boulogne, eine besuchte das Kaufhaus Lafayette sowie das Kunst- und Kulturzentrum Pompidou und die dritte Gruppe sah sich die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten entlang der Laufstrecke an.

Der Regen hatte Mitleid mit uns, so dass wir 3,5 Std Paris fast trocken genießen konnten. Paris ist einfach faszinierend mit seinen mächtigen Gebäuden und Sehenswürdigkeiten. Um 18:00 Uhr war wieder Treffpunkt im Hotel zum Einchecken, frisch machen etc. Hier kam jetzt unser „Übersetzer-Team" Birgit, Christine und Angelika ins Spiel (Wer hat welches Zimmer? Wann gibt es Frühstück?...)

Es dauerte nicht lange und alle waren bereit, mit der Metro den Stadtteil „Montmartre" zu besuchen. Hier fanden wir tatsächlich ein gutes und preiswertes Restaurant (Brasserie Cafe de Luna), das Platz für 16 Personen bot. Die verbleibende „Kleingruppe" befriedigte ihren Hunger mit leckeren Muschelgerichten in einem Restaurant der Kette „Leon de Bruxelles". Gut gesättigt und gelaunt ging es dann hinauf zur Basilika „Sacre coeur". Hier genossen wir einen wunderbaren Blick über Paris bei Nacht.Die erste Tat am nächsten Morgen war wohl für alle der Blick aus dem Fenster - wie ist das Wetter? Es war nicht zu glauben, aber es war trocken und wenig später kam sogar die Sonne heraus. Somit konnte es nur noch ein toller Tag werden.

Nach dem gemeinsamen Frühstück fuhren wir kurz nach 8:00 Uhr mit der Metro zum Lauf. Um 10:00 Uhr fiel der Startschuss am „Palais Royal", und 5.000 Teilnehmer, geordnet in drei Zeit-Blöcken, setzten sich in Bewegung.

Das Warten alleine war schon ein richtiges Vergnügen: Die Sonne schien, es war nicht kalt, alle Läufer standen zusammen und verbreiteten eine tolle Stimmung. Überraschend viele junge Leute waren dabei (Was die wohl dachten über das „Altersheim" aus Deutschland?).

Aber wer sprach uns da in Deutsch an? Hinter uns standen plötzlich Silke und Dirk, die auf eigene Tour nach Paris gekommen waren. Welch ein Zufall, sich in dieser Menge zu treffen - vor allem auch, weil fast alle das gleiche weiße Shirt an hatten.

Zunächst liefen wir auf der breiten Avenue de l' Opera dem Opernhaus entgegen, dessen goldene Figuren und Verzierungen im Sonnen-schein leuchteten. Weiter ging es kreuz und quer - auch auf schmalen Straßen - durch´s Zentrum. Wir kamen vorbei an den Tuilerien, dem Louvre und dem Place Vendome. Hier imponierte eine „Wand" von Fotografen, die fast jeden Läufer einzeln fotografierten.

Alle unsere Läufer kamen gut ins Ziel. An der Taschenausgabestelle wurden kurz die ersten Eindrücke ausgetauscht, um uns direkt anschließend zum Hotel aufzumachen. Dort warteten drei Zimmer zum Duschen (von 16 Personen!) auf uns. Es musste also schnell gehen - eine ausgedehnte Körperpflege war nicht möglich. Aber alles hat gut geklappt.

Die verbleibenden Stunden bis zur Abreise um 18:00 Uhr füllten wir mit einer weiteren Besichtigungstour ins Zentrum, Ziel war das Viertel um Notre Dame.

Johanna, die uns immer nach den Volksläufen mit Leckereien versorgt, trieb es hier auf die Spitze. Sie hatte aus Aachen einen Kuchen, Frikadellen und Wurst mitgebracht. An einer netten Stelle im Sonnenschein und mit Blick auf die Seine futterten wir alles genüsslich auf.

Der Abend rückte näher und wir ließen unseren Wochenendausflug in einem Pariser Straßencafe ausklingen. Zurück im Hotel wartete dort bereits unser Fahrer und die Heimreise nach Aachen begann.

Gegen 23:30 Uhr erreichten wir wohlerhalten unsere Starthaltestelle „Hangeweiher". Ich glaube, alle waren erschöpft und freuten sich jetzt nur noch aufs Bett.

Mein Fazit lautet: Es hat allen viel Spaß gemacht. Auch wenn es anstrengend war, hat es sich doch gelohnt und wir werden uns noch lange daran mit Freude erinnern. Vielleicht (oder bestimmt?) machen wir ja Ähnliches noch einmal.

 

E L F I

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