Osterlauf Eupen 30.03.2013

Osterlauf Eupen – 30.03.2013

 

Es war ein Osterlauf der besonderen Art! Nicht frühlingshaft warm und sonnig, sondern der Wald weiß verschneit…………….! Der Vorteil war, bei den langen Anstiegen schwitzten wir dieses Mal nicht.

Leider musste Peter Esser kurzfristig absagen. Dafür hatten wir am Freitag noch Ingrid für den Lauf begeistern können.

Abgeschreckt von den Witterungsverhältnissen traf sich nur eine kleine Gruppe vom Lauftreff, um die 15,6 km Strecke unter die Füße zu nehmen. Verstärkt wurden wir durch Gisela D., die es vorzog, nur die kleine Runde zu laufen. Leider konnte

Gisela L. nicht mitlaufen. Sie hatte Dienst als Notärztin in Eupen und war damit auch für die Veranstaltung zuständig. Etwas traurig begrüßte sie uns am Start. Da sie nicht mitlaufen konnte, drückte sie uns wenigstens die Daumen.

Umziehen, warmlaufen und ab zum Startplatz. Wir wollten in drei Gruppen laufen. Entsprechend war die Startaufstellung. Elfi und Branka bildeten ein Team, Ulli und Birgit liefen zusammen und Ingrid (die in der Starterliste als Peter Esser geführt wurde, denn das Ummelden klappte nicht), Michael und Jürgen waren das dritte Team.

Nach dem Startschuss war ein großes Gedränge. Unter den Anfeuerungsrufen der Zuschauer ging es bergauf durch den Villengürtel von Eupen Richtung Wald. Das Feld lichtete sich. Man brauchte nicht mehr auf die Vorderbeine der Läufer zu achten. Im Wald war es teilweise matschig, wo die Sonne hinkam, oder gefroren. Mitten im Wald musste man sich entscheiden: Rechts in die lange, links in die kurze Strecke. Diesmal hat keiner den falschen Weg genommen.

Über die Wesertalsperrenmauer ging es zügig auf die andere Uferseite und weiter in die Höhe. Über große und kleine Waldwege erreichten wir den höchsten Punkt der Strecke. Ein langer Forstweg führte uns zum Fuß der Wesertalsperre. Wenn es lange bergab geht, muss man auch leider wieder den Berg hinauf. Auch diese Passage wurde gemeistert und langsam kam das bebaute Gebiet von Eupen wieder ins Blickfeld. Unser Weg verlief dann parallel zur Weser, und das „dicke Ende“, sprich, der Anstieg zum Stadion kam näher. In drei Etappen mussten wir den Berg erklimmen. Je nach Kondition wurde gelaufen oder gegangen. Unter dem Jubel der Zuschauer wurde der letzte Anstieg „ erklommen“ und das lang ersehnte Schild „500 m Ziel“ war erreicht. Nur noch eine dreiviertel Runde im Stadion. Endlich, das Glücksgefühl war perfekt.

Aber vorher gab es für mich als ältesten Läufer vom Lauftreff noch eine nette Überraschung. Oben am Berg erwartete mich Gisela L., unsere Lauffreundin und Notärztin, in voller Dienstbekleidung, lief eine Strecke neben mir her und spornte mich an. Die Zuschauer waren leicht irritiert. Einige dachten, der „alte Mann“ wird notärztlich betreut, andere feuerten uns an. Vor der Zielgeraden bog Gisela L. ab und ließ mich alleine ins Stadion laufen. Ingrid alias Peter erwartete mich schon, denn sie war wieder mal schneller. Herzlichen Glückwunsch! Kurz darauf kam Michael ins Ziel. Also, unser Team hatte sich etwas auseinander gezogen. Dann kamen die Teams Ulli und Birgit und danach Elfi und Branka jeweils gemeinsam an. Hier hat der Teamgedanke bis zum Zieleinlauf Bestand gehabt. Sehr gut!!!

Ulli und Jürgen erreichten Platz 2 in der jeweiligen Altersgruppe und auch die übrigen Platzierungen waren sehr erfreulich. Ganz wichtig aber war: Wir sind alle ohne Verletzungen angekommen und hatten viel Freude an dem winterlichen, aber dennoch wunderschönen Lauf um Eupen.

Nach dem Sport war feiern angesagt. Ein Teil der Mannschaft ging in Eupen essen und wurde um Nichtmitläufer verstärkt. Der andere Teil fuhr nach Aachen, weil dort private Feiern anstanden.

Noch ein Hinweis für Peter: Ingrid hat dich sehr würdig vertreten und deine Zeit vom Vorjahr deutlich unterboten. Trotzdem müssen wir dich aus der Alemannia Cupwertung herausnehmen.

Und wisst ihr was: Jetzt freuen wir uns auf den nächsten Lauf!

 

Jürgen

 

P.S.: Und noch etwas gibt es zu bemerken: Da der Veranstalter im eigenen Verein nicht genügend Helfer gewinnen kann, wird er auch von anderen Vereinen aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft, unterstützt. Unser Mitläufer Williams hat auch aufs Mitlaufen verzichtet. Immer wenn Not am Mann ist, hilft er, also ein echter Ehrenamtler. Bis 21:00 Uhr haben die Abbauarbeiten gedauert. Denn ohne tatkräftige Unterstützung ist eine solche Veranstaltung nicht möglich. Dafür: Ein herzliches Dankeschön von uns Läufern!