La Gomera 2018

 

Beim Laufen durch den Wald habe ich schon viele begeisterte Erzählungen über die gemeinsamen Wanderurlaube auf La Gomera gehört. Das hat mich neugierig gemacht. Eine Auszeit vom Winterwetter, Bewegung an der frischen Luft mit netten Leuten, Meer, Berge, Urlaub…... Das würde mir auch gefallen. 

Um mich genauer zu informieren ging ich zum Vortreffen, zu dem der Reiseinitiator Manfred eingeladen hatte.

Hier erklärte Manfred, ein sehr erfahrener, langjähriger La Gomera–Fahrer und Gomera-Wanderführer, die Organisation, also Anreise, Wohnen und beantwortete geduldig alle Fragen. Außerdem konnte ich sehen, wer sonst noch Interesse am Urlaub auf der Insel hat. Schnell war klar, da fahre ich mit. Anka, eine Freundin, mit der ich schon viel gereist bin, kam auch mit und teilte sich mit mir das Apartment auf La Gomera.

Das Buchen von Flug, Fähre und Unterkunft war einfacher, als gedacht. Dann begann die Vorfreude auf den Urlaub. Sommersachen zu packen, als es schneite und stürmte, machte mir besonders viel Spaß.

Am Sonntag, den 4. Februar, trafen wir uns früh im Aachener Bahnhof. Mit dem Zug ging es nach Düsseldorf. Das Flugzeug startete mit Verspätung, da die Tragflächen noch enteist werden mussten. Nach ca. 4 Stunden Flug landeten wir auf Teneriffa. Vom Flughafen wurden wir mit dem Bus zum Hafen gebracht. Etwa eine Stunde dauerte die Überfahrt mit der schaukelnden Fähre. Es wurde schon dunkel, als wir auf La Gomera ankamen. Fünftes und letztes Verkehrsmittel unserer Anreise war ein Bus, der uns quer über die ganze Insel fuhr. Im Dunkeln kamen wir am Ziel Valle Gran Rey an und mussten unsere Apartments finden.

Am nächsten Morgen konnte ich sehen, wo wir gelandet waren und ich war begeistert. Die Sonne schien, es war warm, überall standen Palmen, viele Blumen blühten, Meer und Berge waren zum Greifen nah. Auf dem Weg zum Bäcker traf ich schon die ersten Lauffreunde.

Wir waren eine muntere, hilfsbereite, bunte Gruppe von ca. 20 Leuten und ich hatte den Eindruck, dass sich alle wohl fühlten. Nagib, der jüngste war 10 Jahre, die andere Mitfahrer waren zum Teil deutlich älter.

Für fast jeden Tag hatte Manfred eine Wanderung geplant. Er wurde tatkräftig von Peter und Jürgen, seinen Mitbewohnern  der Männer-WG, unterstützt. Mit Hilfe unserer Whats-App-Gruppe wurden alle über Treffpunkte, Uhrzeiten und andere Neuigkeiten informiert.

Gut gefallen hat mir, dass es möglich war, für jeden Tag zu entscheiden, ob ich an der Gruppenaktivität, wie Wandern, gemeinsames Abendessen, Treffen in der  Gomera-Lounge usw. teilnehmen möchte oder lieber nicht.

Ich habe nicht an allen Wanderungen teilgenommen. Beim gemütlichen Frühstücken auf dem Balkon mit Blick auf Meer und Berge, beim Lesen, Liegen am Strand, Planschen im Meer, Spazieren und mir Zeit lassen, habe ich mich gut erholt.

Nach einem wanderfreien Tag war es schön, am Abend die Wanderer zu treffen und zu hören, welche Abenteuer sie erlebt haben.

Die Wanderungen waren wunderbar. Es ist wie beim Laufen, in der Gruppe macht es mehr Spaß und das Auf- und Absteigen ist weniger anstrengend.

Vor allem die Wanderung durch den Lorbeerwald, in dem eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht und die Bäume mit Flechten überwuchert sind und wie verzaubert aussehen, hat mich begeistert.

Am 14. Februar, dem letzten gemeinsamen Urlaubstag, hatte Elfi Geburtstag. Ich vermute, das war das erste Mal, dass sie ihren Geburtstag bei Wohlfühltemperaturen feiern konnte. Im Garten, mit Blick auf das Meer, stießen wir auf Elfis Wohl mit Sekt an und ließen uns den Geburtstagskuchen munden.

Am 15. Februar reisten unsere Miturlauber ab.

Anka und ich genossen noch zwei Tage auf der schönen Insel, bevor wir wieder in den Alltag zurückkehrten.

Gerne denke ich an die Reise nach La Gomera zurück.

Danke an alle Mitreisenden, durch euch war der Urlaub besonders schön.

 

Brigitte Schiffers